Männlich 70 Jahre.
In Prä-Anästhesie-Ambulanz.
Hüft-TEP geplant.
Dauermedikation: Bisoprolol, ASS, Atorvastatin
EKG-Interpretation:
Sinusrhythmus, ca. 50/min, Rechtstyp, PQ 0,14sec, QRS 0,08sec, Transition V3/V4, Repolarisation unauffällig.
Auffällig ist eine, auf den ersten Blick vorliegende Sinusarrhtyhmie. Bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass vor dem 3. Kammerkomplex keine P-Welle vorhanden ist und der Kammerkomplex auch etwas anders konfiguriert ist, als die vorangehenden Kammerkomplexe.
Da der Patient beschwerdefrei war, wurde ein Langzeit-EKG durchgeführt. Dort zeigte sich, das immer wieder P-Wellen ausfallen. Es wurde die Diagnose eines Sick-Sinus-Syndroms gestellt. Auch nach Absetzen des Betablockers blieb dieses EKG-Bild bestehen. Bei, in weiterer Folge auftretender, chronotroper Inkompetenz erhielt der Patient einen Herzschrittmacher.